Kaninchen sind domestiziert und weitreichend züchterisch verändert, so dass sie in freier Natur nicht mehr überleben können.
Eine bekannte Familien-Influencerin steht nach dem Aussetzen ihrer vier Kaninchen im Rantzauer Forst massiv in der Kritik. Das Tierheim Henstedt-Ulzburg hat Strafanzeige erstattet, nachdem die Tiere teils tot und teils in schlechtem Zustand im Wald gefunden wurden. Eine ihrer Followerinnen hatte eines der Kaninchen auf einem Foto erkannt, das vom Tierheim nach dem Einfangen veröffentlicht worden war. Die Influencerin äußerte sich inzwischen öffentlich und räumte den Vorfall ein.
Influencerin spricht von „Ausnahmesituation“
In einer schriftlichen Stellungnahme auf Instagram erklärte sie, sie habe sich in einer extremen Belastungssituation befunden. Sie schrieb:
„Mir ist bewusst, dass es für die nachfolgend aufgezeigte Situation keine Entschuldigung gibt und Überforderung auch keine Rechtfertigung ist, dennoch möchte ich erzählen, wie es dazu gekommen ist.“
„Wir waren nervlich am Ende. Wir wussten einfach nicht weiter und trafen eine Entscheidung, die ich bis heute zutiefst bereue und die durch nichts zu entschuldigen ist.“
„Wir kamen auf den unglaublich dummen Gedanken, die verbleibenden vier Kaninchen in einem Waldstück freizusetzen, in der damaligen Überzeugung, dass es ihnen dort gut gehen würde.“
Damit bestätigt sie, dass die Tiere bewusst im Wald ausgesetzt wurden.
Widersprüche: Öffentlich gab sie an, die Kaninchen vermittelt zu haben
Während sie nun zugibt, die Tiere freigelassen zu haben, erklärte sie zuvor in einem Livestream:
„Es ging einfach nicht mehr und wir haben lange überlegt, was wir machen, und wir haben zum Glück jemanden gefunden, der alle nehmen konnte und damit ist das Thema durch. Was soll ich dazu sagen? Wir sind auch nur Menschen.“
Dieser Widerspruch legt nahe, dass der Influencerin bewusst war, dass das Aussetzen der Tiere falsch ist.
Mehrere Kaninchen starben zuvor ohne dass Hilfe gesucht wurde
Besonders brisant ist, was die Influencerin selbst in ihrer Stellungnahme beschreibt. Innerhalb weniger Tage starben zwei der Kaninchen, zunächst Fee und kurz darauf Koko. Trotz dieser auffälligen Häufung unklarer Todesfälle suchte die Familie offenbar weder tierärztliche Hilfe noch Unterstützung durch Tierschutzstellen. Stattdessen beschreibt sie, dass sie „nervlich am Ende“ gewesen seien und dies letztlich zur Entscheidung geführt habe, die vier verbliebenen Kaninchen im Wald auszusetzen.
Die angehende Tierärztin und Autorin des Ratgebers kaninchenwiese.de, Viola Schillinger, betont, dass wiederholte Todesfälle bei Kaninchen immer ein dringender Alarmhinweis sind und sofortiges Handeln erfordern. Dass die Familie keinerlei Maßnahmen ergriff und stattdessen die Tiere aussetzte, wird von Fachleuten als gravierendes Fehlverhalten eingestuft.
Aussetzen trotz behaupteter Überforderung und kurz danach zog ein Welpe ein
Für weitere Kritik sorgt, dass die Familie nur kurze Zeit nach dem Aussetzen der Kaninchen einen Welpen anschaffte. In ihrer Erklärung zum Aussetzen der Kaninchen schrieb sie:
„Rückblickend kann ich mir dieses Verhalten nicht mehr erklären. Es war eine extreme Ausnahmesituation und die wohl schwerste Zeit in unserem Leben.“
Warum die Inflluencerin mit der Kaninchenhaltung derart überfordert gewesen sein soll, dass es ihr nicht mehr möglich war sie zumindest in ein Tierheim zu bringen, gleichzeitig sich aber einem neuen Welpen gewachsen fühlte, bleibt offen.
Tierheim erhebt schwere Vorwürfe
Die Tiere wurden tief im Wald gefunden, sodass ein Entlaufen ausgeschlossen werden kann. Das Tierheim Henstedt-Ulzburg betont, dass das Aussetzen von Haustieren nach § 3 Tierschutzgesetz eine Straftat darstellt. Zwei der Kaninchen zeigten Anzeichen von Mangelversorgung und Stress. Eines der Tiere überlebte nicht.
Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen. Das Tierheim erklärt, dass es bereit ist, sämtliche Beweise zur Verfügung zu stellen. Zudem soll die Influencerin die Tierheim-Kosten für die Versorgung der Kaninchen in Höhe von 2.500€ tragen.
Breite Diskussion um Verantwortung von Influencern
Der Fall hat eine Debatte über die Vorbildfunktion von Influencern ausgelöst, insbesondere wenn sie Familien- und Tierhaltungsthemen öffentlich präsentieren. „Social Media ist Segen und Fluch zugleich für die Tiere. Auf der einen Seite kann es über tiergerechte Haltung und die Bedürfnisse der Tiere aufklären. Auf der anderen Seite besteht die Gefahr, dass Tiere wie Gegenstände als Content präsentiert werden“, sagt Viola Schillinger.
Sie warnt zudem davor, Tiere aus spontanen Gründen anzuschaffen, ohne sich vorher gründlich über Haltung, Ernährung und Pflege informiert zu haben.
https://www.kaninchenwiese.de/wp-content/uploads/logo_kaninchenwiese_enfold-1-150x150.png00Viola Schillingerhttps://www.kaninchenwiese.de/wp-content/uploads/logo_kaninchenwiese_enfold-1-150x150.pngViola Schillinger2025-12-04 22:32:492025-12-05 15:51:49Bekannte Familien-Influencerin setzt ihre Kaninchen im Wald aus
Für uns sind Kaninchen ein wichtiger Teil unseres Lebens. Sie schenken Nähe, Struktur, Ruhe und Verantwortungsgefühl. Doch nicht alle Menschen im Umfeld verstehen diese Bedeutung. Es kommt immer wieder vor, dass Familie, Partner oder Freunde irritiert reagieren, die Haltung als „übertrieben“ bezeichnen oder sich über Zeitaufwand, Kosten oder Gehegegröße wundern. Solche Reaktionen können verletzen und zu inneren oder äußeren Konflikten führen, besonders wenn man selbst in einer emotional belastenden Phase ist.
Diese Seite zeigt, wie diese Konflikte entstehen, warum sie so schmerzhaft sein können und wie ein verständnisvoller, klarer Umgang möglich ist.
Warum das Umfeld oft wenig Verständnis hat
Die Beziehung zu Kaninchen ist leise und fein und gerade deshalb für Außenstehende schwer einzuordnen. Viele Menschen kennen Kaninchen nur aus Kindertagen oder Kleintierabteilungen und unterschätzen:
Unverständnis entsteht häufig aus fehlendem Wissen, nicht aus bösem Willen.
Typische Aussagen aus dem Umfeld sind: „Das sind doch nur Kaninchen.“ „Du gibst viel zu viel Geld für die aus.“ „Man muss doch nicht wegen jedem Kleinkram zum Tierarzt gehen.“ „Warum brauchen die so viel Platz?“ „Du hängst zu sehr an denen.“
Diese Sätze tun weh, weil sie etwas abwerten, das einem selbst sehr wichtig ist.
Menschen reagieren oft abwertend, wenn sie etwas nicht verstehen. Das hat selten etwas mit dir zu tun und noch weniger mit deinen Kaninchen.
https://www.kaninchenwiese.de/wp-content/uploads/logo_kaninchenwiese_enfold-1-150x150.png00Viola Schillingerhttps://www.kaninchenwiese.de/wp-content/uploads/logo_kaninchenwiese_enfold-1-150x150.pngViola Schillinger2025-11-21 14:32:582025-11-21 14:35:10Konflikte mit Familie und Freunden: wenn das Umfeld die Bedeutung der Kaninchen nicht versteht
Der Tod eines Kaninchens trifft viele Halterinnen und Halter tief. Kaninchen sind stille, treue Begleiter, deren Alltag eng mit unserem verwebt ist. Wenn eines von ihnen stirbt (plötzlich oder nach langer Krankheit), hinterlässt das eine spürbare Leere. Die Trauer kann intensiv, überraschend und schwer einzuordnen sein. Dieser Artikel ergänzt deine Seite Abschied nehmen um die emotionale Perspektive während der Trauer und hilft dabei, diesen Prozess zu verstehen und zu begleiten.
Warum der Verlust eines Kaninchens so schwer wiegt
Die Bindung zu einem Kaninchen ist oft still, aber tief. Ihre tägliche Anwesenheit, die gemeinsamen Routinen und ihre beruhigende Art werden Teil des eigenen Lebensrhythmus. Wenn ein Kaninchen stirbt, bricht dieser Rhythmus abrupt weg. Viele Menschen sind überrascht, wie sehr sie das trifft.
Typische Gefühle nach dem Verlust eines Kaninchens sind Traurigkeit, Leere, Schuldgefühle, Rückzug, Unwirklichkeitsgefühle, Verlust von Struktur oder das Gefühl, den Alltag nicht zu bewältigen. Diese Reaktionen sind normal und zeigen, wie bedeutungsvoll diese Beziehung war.
„Trauer zeigt nicht Schwäche. Trauer zeigt Bindung.“ Es ist in Ordnung, um ein Kaninchen zu trauern, genauso wie es in Ordnung ist, dass es schmerzt.
Die erste Zeit nach dem Tod
Jeder Mensch trauert anders und das ist total in Ordnung so. Trauer ist unterschiedlich, manche Menschen trauern sofort und intensiv, andere erst Tage, Wochen oder Monate später. All das ist völlig in Ordnung.
In den ersten Stunden und Tagen ist die Trauer oft besonders intensiv. Viele Halterinnen und Halter möchten noch einmal beim verstorbenen Tier sitzen, es berühren und sich in Ruhe verabschieden. Auf der Seite Abschied nehmen ist ausführlich und einfühlsam erklärt, wie dieser Abschiedsprozess gestaltet werden kann. Diese Rituale helfen nicht nur den überlebenden Kaninchen, sondern auch den Menschen.
Hilfreich ist es, das Kaninchen noch einmal anzusehen, etwas Zeit mit ihm zu verbringen, einen ruhigen Bestattungsort zu wählen und den anderen Kaninchen Kontakt zu ermöglichen
https://www.kaninchenwiese.de/wp-content/uploads/logo_kaninchenwiese_enfold-1-150x150.png00Viola Schillingerhttps://www.kaninchenwiese.de/wp-content/uploads/logo_kaninchenwiese_enfold-1-150x150.pngViola Schillinger2025-11-20 16:08:352025-11-20 16:08:36Umgang mit Trauer nach dem Tod eines Kaninchen
Rangordnungskämpfe gehören zur natürlichen Kommunikation der Kaninchen. Sie sind ein unverzichtbarer Teil jeder Vergesellschaftung, denn nur so können Kaninchen eine stabile soziale Struktur entwickeln. Für Halterinnen und Halter hingegen ist diese Phase oft emotional sehr belastend. Viele berichten von Angst, Unsicherheit und dem Gefühl, die Situation nicht gut einschätzen zu können. Dieser Artikel erklärt, warum Rangordnungskämpfe notwendig sind, wie man sie richtig bewertet und wie man seelisch mit dieser angespannten Zeit umgehen kann.
Warum Rangordnungskämpfe dazugehören
Kaninchen sind soziale Tiere, die in einer festen Hierarchie leben. Damit zwei oder mehr Tiere harmonisch miteinander umgehen können, muss diese Rangordnung geklärt sein. Dieser Prozess läuft über Signale, Drohgebärden, Jagden, Imponierverhalten und manchmal auch über kurze körperliche Auseinandersetzungen. Für Kaninchen ist dies ein regulärer Bestandteil ihres Soziallebens, für Menschen wirkt es dagegen oft beunruhigend oder bedrohlich.
Der Stress für Halterinnen und Halter entsteht vor allem, weil:
Viele Halterinnen und Halter kennen das Gefühl, mit einem mulmigen Gefühl nach Hause zu kommen. Die Tür geht auf, man horcht in den Raum, schaut sofort ins Gehege und prüft unbewusst jedes Detail: Fressen sie? Bewegt sich jeder? Ist jemand stiller als sonst? Diese Form der ständigen Anspannung entsteht meist aus Sorge und Verantwortungsbewusstsein, doch sie kann auf Dauer belasten und den Alltag stark beeinflussen. Dieser Artikel beschreibt, wie diese Angst entsteht, wie man sie erkennt und wie man einen gesunden Umgang damit findet.
Warum die Angst vor Krankheit so verbreitet ist
Kaninchen können Krankheitszeichen oft nur subtil zeigen. Schon eine leichte Verhaltensänderung kann bedeuten, dass etwas nicht stimmt. Viele Halterinnen und Halter haben wichtige oder traumatische Erfahrungen gemacht, in denen ein vermeintlich „kleiner“ Hinweis plötzlich zu einem ernsten Notfall wurde. Aus solchen Situationen entsteht häufig eine dauerhafte Aufmerksamkeit, die sich später in Angst verwandelt.
Häufige Auslöser sind:
frühere Krankheits- oder Notfälle
chronisch kranke Kaninchen
das Gefühl, jederzeit schnell handeln zu müssen
die Angst, etwas zu übersehen
der Wunsch, „alles richtig zu machen“
Bindung und große Verantwortung gegenüber den Tieren
Das Nervensystem speichert diese Erlebnisse ab und reagiert fortan mit Alarmbereitschaft.
Ein wichtiger Gedanke
„Wer Angst hat, etwas zu übersehen, zeigt damit vor allem eines: tiefe Verantwortung und Fürsorge.“
Diese Sorge ist verständlich, sie darf aber nicht deinen Alltag bestimmen.
https://www.kaninchenwiese.de/wp-content/uploads/logo_kaninchenwiese_enfold-1-150x150.png00Viola Schillingerhttps://www.kaninchenwiese.de/wp-content/uploads/logo_kaninchenwiese_enfold-1-150x150.pngViola Schillinger2025-11-20 15:15:542025-11-20 15:17:50Angst vor Krankheit bei den Kaninchen: wenn Sorgen den Alltag bestimmen
Kaninchen können eine beruhigende, stabilisierende und emotional wertvolle Rolle im Leben ihrer Halterinnen und Halter einnehmen. Viele Menschen berichten, dass die Anwesenheit ihrer Kaninchen ihnen hilft, schwierige Tage zu überstehen, Struktur im Alltag zu behalten und ein Gefühl der Verbundenheit zu spüren. Gleichzeitig ist es wichtig, diese besondere Beziehung realistisch einzuordnen. Kaninchen können emotional unterstützen – aber sie sind keine Therapie-Tiere und sollten nicht unbewusst mit Aufgaben überladen werden, die sie nicht erfüllen können.
Dieser Artikel beleuchtet, wie Kaninchen positiv auf das seelische Wohlbefinden wirken können, und zeigt gleichzeitig auf, wo Grenzen wichtig und gesund sind.
Warum Kaninchen emotional stabilisieren können
Kaninchen vermitteln durch ihre leise Präsenz Ruhe. Sie geben Beständigkeit in einem Alltag, der sich chaotisch anfühlt. Sie fordern nicht viel, aber sie schenken dennoch Nähe und Vertrautheit.
Warum Kaninchen emotional guttun können
Die ruhige Art, der regelmäßige Tagesrhythmus und die unaufdringliche Nähe von Kaninchen können sehr wohltuend wirken. Viele Halterinnen und Halter empfinden:
eine entspannende Wirkung durch das Beobachten der Tiere
eine positive Grundstruktur im Alltag durch feste Routinen
ein Gefühl der Verbundenheit und des „Gebrauchtwerdens“
Momente der Freude und Ablenkung
eine Strukturierung des Alltags durch Fütterungszeiten, Pflege, Futterbeschaffung usw.
die Sicherheit eines stabilen, verlässlichen Umfelds
All diese Faktoren können dabei helfen, psychische Belastungen besser zu bewältigen. In schwierigen Lebensphasen schenken Kaninchen oft das Gefühl, nicht allein zu sein.
„Durch die Kaninchen stehe ich jeden Tag auf, gehe nach draußen um Futter zu besorgen und habe einen Grund zu Leben, sie geben mir sehr viel Halt.“
https://www.kaninchenwiese.de/wp-content/uploads/logo_kaninchenwiese_enfold-1-150x150.png00Viola Schillingerhttps://www.kaninchenwiese.de/wp-content/uploads/logo_kaninchenwiese_enfold-1-150x150.pngViola Schillinger2025-11-20 14:59:462025-11-20 15:01:47Kaninchen als emotionale Unterstützung: Chancen und Grenzen einer besonderen Bindung
Für viele Menschen sind Kaninchen ein wichtiger Teil ihres Lebens. Sie bieten Struktur, beruhigen, schaffen eine Form von Nähe und bringen Bewegung in den Alltag. Besonders in Phasen von Einsamkeit oder emotionaler Instabilität können sie zu wertvollen Begleitern werden. Gleichzeitig ist es wichtig zu verstehen, welche Rolle Kaninchen realistisch erfüllen können und wo ihre Grenzen liegen. Diese Seite soll Orientierung geben und aufzeigen, wie man mit Einsamkeit und intensiver Bindung an die Tiere verantwortungsvoll und gesund umgehen kann.
Warum Kaninchen in einsamen Lebensphasen so bedeutsam sind
Einsamkeit tritt in vielen Lebenssituationen auf: nach Trennungen, beim Auszug von zuhause, während eines Studiums in einer neuen Stadt, im Schichtdienst, bei psychischen Erkrankungen oder wenn soziale Kontakte aus unterschiedlichen Gründen eingeschränkt sind. In solchen Zeiten können Kaninchen ein Gefühl von Halt vermitteln.
Sie strukturieren den Tag, denn sie brauchen regelmäßige Pflege. Sie bringen Bewegung, weil sie versorgt und beobachtet werden müssen. Sie schaffen eine ruhige Form von Nähe, wenn körperliche oder soziale Kontakte fehlen. Sie geben ein Gefühl von Verantwortung und Sinn.
All dies kann im positiven Sinne stabilisieren und dabei helfen, schwierige Phasen zu überbrücken.
https://www.kaninchenwiese.de/wp-content/uploads/logo_kaninchenwiese_enfold-1-150x150.png00Viola Schillingerhttps://www.kaninchenwiese.de/wp-content/uploads/logo_kaninchenwiese_enfold-1-150x150.pngViola Schillinger2025-11-19 13:59:262025-11-19 15:03:21Einsamkeit und die besondere Rolle der Kaninchen im Alltag
Tierarztbesuche gehören zur verantwortungsvollen Kaninchenhaltung. Sie sind notwendig, um Krankheiten zu erkennen, Schmerzen zu behandeln und den Gesundheitszustand der Tiere zu stabilisieren. Doch viele Halterinnen und Halter erleben im Laufe der Zeit starke Belastungen, die mit Tierarztterminen verbunden sind. Wiederholte Notfälle, schwerwiegende Diagnosen oder belastende Erfahrungen können dazu führen, dass sich ein sogenanntes „Tierarzt-Trauma“ entwickelt. Dieser Artikel erklärt, warum dies geschieht und wie Betroffene damit umgehen können.
Warum Tierarztangst entsteht
Kaninchen sind fragile Tiere, deren Krankheiten sich häufig schnell entwickeln und die rasches Handeln erfordern. Ein Tierarztbesuch ist deshalb oft mit Unsicherheit verbunden. Wenn Halterinnen und Halter bereits mehrere negative Erlebnisse hatten, etwa plötzliche Diagnosen, fehlgeschlagene Behandlungen oder den Verlust eines Tieres, speichert sich diese Erfahrung emotional ab. Der Körper reagiert dann später bereits auf den Gedanken an einen Termin mit innerer Anspannung.
Oft entsteht Tierarztangst in folgenden Situationen:
wiederkehrende Krankheiten des Tiers
Notfälle, die überfordern
schlechte Nachrichten, die völlig unerwartet kamen
Unverständnis oder mangelnde Kommunikation seitens einer Praxis
traumatische Erlebnisse wie der Verlust eines Tieres beim Tierarzt
Mit der Zeit entsteht eine Verknüpfung zwischen „Tierarzt“ und einem Gefühl von Angst, Ohnmacht oder Kontrollverlust.
Oft hilft es schon die Tierarztpraxis zu wechseln zu einer in der man sich besser aufgehoben fühlt. Ein großer Vorteil sind außerdem Praxen die kaninchenkundig sind, denn das verhindert Stress und unnötige oder falsche Behandlungen.
https://www.kaninchenwiese.de/wp-content/uploads/logo_kaninchenwiese_enfold-1-150x150.png00Viola Schillingerhttps://www.kaninchenwiese.de/wp-content/uploads/logo_kaninchenwiese_enfold-1-150x150.pngViola Schillinger2025-11-19 13:46:162025-11-19 14:00:07Tierarzt-Trauma bei Halterinnen und Haltern
Chronische Erkrankungen oder immer wiederkehrende gesundheitliche Probleme gehören zu den häufigsten Belastungsfaktoren in der Kaninchenhaltung. Viele Halterinnen und Halter berichten, dass sie ihre Tiere über alles lieben, aber der ständige Druck, aufmerksam zu sein, nichts zu übersehen und schnell reagieren zu müssen, emotional stark fordern kann. Diese Belastung ist vollkommen normal – und sie darf benannt werden, ohne Schuldgefühle auszulösen.
Warum chronische Erkrankungen so stark belasten
Kaninchen neigen durch ihre Anatomie und Physiologie dazu, bestimmte Erkrankungen häufiger zu entwickeln. Dazu gehören Zahnprobleme, Verdauungsstörungen, Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder altersbedingte Einschränkungen. Wenn solche Probleme über Wochen oder Monate anhalten, entsteht ein dauerhafter Stresszustand – nicht nur beim Tier, sondern auch beim Menschen.
Halterinnen und Halter befinden sich dann oft in einem Spannungsfeld aus Sorge, Verantwortung und Unsicherheit. Jeden Tag zu prüfen, ob es dem Tier gut geht, jede Verhaltensänderung zu beobachten und im Notfall sofort handeln zu müssen, kann emotional und körperlich erschöpfend sein.
Kaninchen bereichern unser Leben, können jedoch auch zur Belastung werden.
Viele Menschen halten Kaninchen, weil sie Ruhe, Struktur und eine Form von emotionaler Nähe in den Alltag bringen. Doch es gibt Lebensphasen, in denen selbst liebevoll gepflegte Tiere zur zusätzlichen Belastung werden können. Dies ist kein Zeichen mangelnder Tierliebe, sondern Ausdruck der eigenen seelischen oder körperlichen Erschöpfung.
Warum sich Kaninchenhaltung manchmal schwer anfühlt
Im Alltag gibt es Aufgaben, die selbstverständlich erscheinen: Füttern, Saubermachen, Beobachten, Tierarzttermine planen. In stabilen Phasen gehen diese Tätigkeiten leicht von der Hand. In belastenden Situationen dagegen werden sie schnell zu einem Berg, der unüberwindbar wirkt. Belastung entsteht häufig in Phasen von:
Erschöpfung und Schlafmangel
psychischen Erkrankungen wie Depression oder Angsterkrankungen
Stress im Beruf oder Studium
Krisen in Familie oder Partnerschaft
Trauer oder chronischen Belastungen
Je weniger Ressourcen vorhanden sind, desto schwerer wiegt die Verantwortung.
https://www.kaninchenwiese.de/wp-content/uploads/logo_kaninchenwiese_enfold-1-150x150.png00Viola Schillingerhttps://www.kaninchenwiese.de/wp-content/uploads/logo_kaninchenwiese_enfold-1-150x150.pngViola Schillinger2025-11-19 13:14:412025-11-19 13:15:20Wenn die Kaninchen zur psychischen Belastung werden